Mittwoch, 28. November 2007

Valdivia und einige andere kleine Sachen

kleinigkeiten und valdivia

Also am meinen drei freien Tagen bin ich mit Veronika und Beto nach Valdivía gefahren. (Das liegt etwas noerdlich von Osorno) Die Stadt ist bekannt fuer seine Kanu- und Kajakfahrer. Weil es dort zwei grosse Fluesse gibt. Jedenfalls sind wir morgens hingefahren und habn uns einen kleinen Fischmarkt am Fluss angeguckt. Dort wurde quasi der Fisch, die Muscheln, Seeigel, Schnecken und Algen direkt rausgezogen und verkauft. Die Abfaelle bekamen die Seeloewen, die dort haufenweise rumlagen und sogar an den Treppen des Fischmarktes rumhuepften, besser gesagt: sie waelzten sich entlang. So kam es also, dass die kleine Ani ein so ein riesen Viech von 2m Entfernung ohne Zaun gesehen hat. Das Bild mit mir und dem dicken Seeloewen war dann aber mit Gitter, weil wir da auf einer kleinen Terasse standen. Aber die Dinger sind echt enorm massig!!!!!

Dann sind wir weiter zu einer Bucht namens "corral" gefahren und haben dort Mittag gegessen. Das war eine wunderschoene Bucht- wo ich das Meer ja sowieso so liebe *seufz* Mit kleinen gelben Fischerbooten, schwarzen Strand und groooooooooossen Muscheln, die man am Strand sammeln konnte. Die Sonne schien auch... einfach super toll!

Dann sind wir noch in eine ehemalige Festung gegangen. Insgesamt gibt es davon vier, sie sicherten alle die Zufahrt in den Hafen ab. Auch ein schoenes Areal mit Fruehlingsblumen und guter Aussicht. Dann sind wir zurueck gefahren.

WISSENSEXKURS: Valdivía erlebte uebrigens in den 1970ern das staerkste Erdbeben der Erde (9,9 auf der Richterskala) und gleichzeitig einen Tsunami. Damals wurde die Landschaft entscheident umgestaltet. Das Land senkte sich um drei Meter und wurde vom Tsunami geflutet. Heute sieht das alles aus wie Moor oder kleine, flache Seen, die sich Kilometerweit erstrecken.

Abends sind Veronika und ich dann noch in einen der riesigen Supermaerkte gegangen. Die Auswahl ist einfach bombastisch und das Regal bei den Fotos war echt nur alle moeglichen Reissorten.... So stell ich mir die Staaten vor, aber nicht Chile!

Tja dann war ich nocheinmal nach der Arbeit mit einem Kollegen auf dem Mirador (Aussichtspunkt) und das erste Foto gehoert eigentlich zu den Wasserfaellen von Petrohue mit dem smaragdgruenen Wasser.

Einen Tag bin ich auch nach der Arbeit zur Turbine gelaufen- das ist eine Schleuse wuerde ich sagen. Jaaa, jetzt muss ich gruebeln, was ich noch fuer Fotos in dem Album hab...

Achso, meine (ehemaligen) Arbeitskollegen im Restaurant (ich bin ja jetzt bei den Animateuren). Jedenfalls die Postrekoeche sind fuer mich die wichtigsten Personen gewesen ;) und die drei Herren auf dem Bild haben mich gut unterhalten ;)

Anticura

Anticura

Der Ausflug ist auch schon wieder ein Stueck her, aber so langsam muss ich das ja aufarbeiten. Ein deutsches Ehepaar war im Hotel und konnte kein Spanisch und die hier im Hotel koennen kein Englisch- da war das Problem natuerlich gross. Da hab ich fuer die beiden viel gemanagt und uebersetzt und ein Teil meiner "Arbeit" war dann auch, die beiden bei einem ihrer Ausfluege zu begleiten =) Ich durfte mit nach Anticura, das ist ein Teil vom Nationalpark Puyehue mit ganz vielen Wasserfaellen. Ansich ist es dort aber wie im Dschungel. Anticura bedeutet uebrigens in Mapuche Sprache soviel wie Sonnenfels.

Der Wasserfall der Verliebten/ Verlobten hatte urspruenglich keinen Namen, aber da sind immer soviel Paaerchen gewesen und deshalb wurde er nach ihnen benannt... ¿cachai?

Ja und diese kleinen gruenen Puschel sind irgendwelche Pflanzen, die die Mapuche zu fast allem verwendet haben. Wenn man es isst oder trinkt ist es gut fuer den Magen, aeusserlich angewendet ist es gut fuer die Wundheilung, dann haben sie ihre Bastroeckchen damit gestrickt und sich darin in der Nacht eingebettet. Dat nenn ik ma oekonomisch!!!!

Montag, 26. November 2007

Lago Llanquille

Lago Llanquille mit Vulkan Osorno im Hintergrund (man bemerke: schwarzer Strand)


Vulkan Osorno (besser gesagt der Rock vom Vulkan)

Jedenfalls ist der Auslfug zum Lago Llanquihue schon zwei Wochen her, aber wie gesagt das ist etwas schwierig mit Fotos ins Netz stellen. Der See ist der groesste Chiles und zwischen ihm und dem Lago Todos los Santos sind die Wasserfaelle von Petrohue, die smaragdgruenes Wasser haben. Tja, wenn ich nen USB-anschluss an einem PC finde, kriegt ihr das auch noch zu sehen...

Freitag, 16. November 2007

c´mon baby...

... ist der Satz, den ich am Tag mindestens 20 mal hoere, wenn mein Chef mal wieder was fuer mich zu tun hat. Suess, wenn sie mit ihren mikrigen Englischkenntnissen angeben wollen *feix* Jedenfalls hab ich zwei direkte Chefsa und einen grossen im Restaurant, der nur in seinem Buero hockt und an meinen Schuhen zu noergeln hat. Meine direkten Chefs sind wesentlich cooler. Der eine ist ein Pinguinkellner, wie er im Buche steht- mit Fliegerohren und langem Gesicht und Frack. Goettlich! Der andere (siehe oben) ist noch cooler! Er ist kein typischer Kellner, zumindest von der Erscheinung. Ende 40 und schlank, aber sau gegelte Haare. Ich glaube der Mensch schlaeft nie! Der hat den vollen Ueberblick, wer wann wo was macht- unglaublich! Jedenfalls haben wir die letzten zwei Tage einen Kongress hier gehabt und 170 Mann, die bis 4Uhr frueh Party gemacht haben. Fruehstueck musste aber 6:30 aufm Tisch stehen. Der Mensch ist schon den zweiten Tag von Anfang bis Ende da und heute kommen 280 Leute fuer drei Tage mit noch mehr Feiern. Die Angestellten haben jetzt schon tiefe Augenringe und mein Chef huepft hier rum, als waere nichts...
Ich habe heute wiedermal Tische eingedeckt, heute ohne Serviettenfalten, dafuer muessen in einem Hotel mit 5 Sternen alle Teller, Glaeser und das Besteck poliert werden. Wenn also 280 Mann kommen und am Platz 3 Teller und 2 Glaeser und 6x Besteck liegt... Ich kann euch sagen, ich bin Weltmeister im polieren!
Gestern Nacht konnte ich aber den Chefkoch bezirzen mir einen Nachtisch vom Buffet zu ueberlassen... boahhhh, war das gut!
Die Leute vom Kongress sind jetzt alle fort. Die waren echt nett, die haben sich stundenlangm mit mir unterhalten und waren voll interessiert. Viele von denen haben mich fuer die Chefin gehalten *feix* Ich mach hier eigentlich voll die Idiotenarbeit und werde dafuer fuer die Chefin vom Hotel/ Restaurant gehalten... So muss das sein ;)
Aber wie Gabi vom Buschfunk so schoen sagte, irgendwann hat man dieses irre Grinsen ganz starr auf dem Gesicht... The Show must go on!

Deutschland ich komme..

Also heute habe ich im Buero der IBERIA angerufen um meinen Flug umzubuchen. Also unter tierischen Schwierigkeiten hier im Hotel ein Telefon aufgetrieben und dann haben die Chilenen diese Macke mit der Vorwahl vor der Vorwahl, was kein Auslaender gesagt kriegt. Ich kann euch sagen, die muessen mich fuer bloed halten, aber wer kann denn wissen, dass man eine Nummer vorwahlen muss, ehe man die eigentliche Nummer anrufen will?!
Jedenfalls sass ich da so in meinem kleinen Kabinchen und rufe an und frage den Menschen in der Reservierung ob wir bitte englisch sprechen koennen (ich wollte auf Nummer sich gehen). Da sagt der mir in einer Selbstverstaendlichkeit, dass er kein englisch kann... ich bin fast von meinem Hoeckerchen gekippt.
Kurz um, ich fliege hier am 11.12. los und komme am 12.12. in Deutschland an. Leute, ich nerv euch bald wieder mit meiner Anwesenheit!!!!!

Mittwoch, 14. November 2007

arbeiten, arbeiten, arbeiten

So, ich kann leider keine Fotos mehr hochstellen, weil die PCs hier im Hotel Puyuehue echt langsam sind und eigentlich nur fuer die Gaeste *dubdiduuu*
Jedenfalls muesst ihr jetzt mit Schrift auskommen, aber nicht mehr lange, denn Deutschland hat mich noch vor Weihnachten wieder!!!! Aber der Reihe nach....
Am Montag war mein erster Tag in dem einzigen 5 Sterne Hotel in Chile. (KLingt gut, wa?!) Die Ernuechterung kam bald, denn als ich am Sonntag abend anreiste wusste keiner, dass ich schon am Abend vorher komme. Die Chefin hatte NATUERLICH frei. Ich wurde in ein kleines Doppelzimmer im antigua Teil gesteckt, was arschkalt und weit weit weg von 5 Sternen war. Am naechsten Tag durfte ich im SPA Bereich arbeiten, das leitet ein sehr nettes deutsches Ehepaar. Dienstag habe ich da auch gearbeitet und heute bin ich im Restaurant untergebracht. (hier spiele ich Hostess und zeige den reichen Gaesten, die zu bloed sind sich das Essen allein anzugucken das Essen und fuehre sie an die Tische...)
Zu meinen Arbeitszeiten: ich arbeite 12 Tage durchgeangig a 9h. Dann habe ich frei. (Da soll die Gewerkschaft in Deutschland noch EINMAL fuer eine 35h Woche kaempfen!!!!!!!!) Jedenfalls arbeite ich fuer die naechsten 10Tage jeweils von 11-16Uhr und dann von 19-23Uhr.
Am MOntag bin ich dann in die normal Unterkunft gezogen: das ist ein Schlauch von einem Zimmer, indem 4 Betten gequetscht stehen und ein kleines Bad, das nur nach10min Wasser laufen lassen halbwegs warmes Wasser ausspuckt. Wir muessen unsere eigene Bettdecke mitbringen und auc unser eigenes Klopapier... Soviel zum 5 Sterne Hotel *huestel*
Wer also rechnen kann, der hat mitbekommen, dass ich zwei solcher Perioden arbeite und dann den Sommer hier verlasse um in das trostlose Deutschland zu kommen... Wer braucht schon Sonne und Hitze, wenn er Schneepampe haben kann?!
So, das war das neueste vom neuesten. Hoffen wir mal, dass ich noch einen Flug nach Deutschland kriege, dann ist alles perfekt.

Freitag, 9. November 2007

¡Adios Peru!, ¡Hola Chile!

Das ist noch ein letztes Foto aus Peru, nach unser letzten Shoppingtour :) Der Chompa (Pulli) ist jetzt meine, aber der Deckel ist von Jule;)
Jedenfalls ist es schon ein grosser Unterschied von Peru nach Chile zu kommen. Hier gibt es sowas wie Baeume und ganz viel Gras mit Blumen drauf! Dafuer ist es hier doch recht flach, zumindest rund um die Panamericana (die grosse Strasse durch ganz Suedamerika), die im uebrigen asphaltiert ist!!!! Weitere Unterschiede sind bei den Leuten zu finden, nicht nur das sie gruselig schnell und unsauber sprechen, sondern auch die Erscheinung unterscheidet sich komplett von der, der Peruaner. In Peru waren chicas noch chicas und zwar immer top gestylt mit super Figur und IMMER geschminkt! Unser eins wurde auf der Strasse von den Maennern nur veraechtlich angeguckt. Hier in Chile ist das glaub ein bisschen anders. Die Leute sind zwar groesser, aber achten nicht so sehr auf ihr Aeusseres. Das soll heissen, in Chile gibt es kaum Menschen mit Modelmasen, die auch Klamottentechnisch so rumrennen. Gut, ich kann noch nicht fuer alle sprechen, denn vom Bus aus sieht man ja nicht sooo viel, aber immerhin mindestens 5 Staedte und viele kleine Ortschaften. Mal sehen, wie es hier so wird.
So, das sind meine ersten Eindruecke von Chile.

Ruinen Q'engo und Saqsuhuaman

Bevor wir nach Puno gefahren sind haben wir noch zwei der vier Ruinen am Rande Cuzcos erkundet. Auf dem Foto bin ich grad in Q'engo, einer rituellen Steatte, wo die Inka ihre Opfer erbracht haben. Es gibt auch Fotos von mir auf dem Opfertisch ;)
Jedenfalls hatten wir dann irgendwann genug alte, grosse Steine gesehen ;)

Sonntag, 4. November 2007

Ausflug auf den Titicacasee

Titicacasee

Also wir sind mit dem Nachtbus nach Puno am Titicacasee gefahren. Auf der Fahrt dahin sind wir zwar fast erfroren, aber nun ja.. Frueh morgens wurden wir sehr wirr irgendwie von zehtausend Leuten aufgesammelt, die uns dann irgendwie zu einem kleinen Schiff brachten. Als erstes haben wir uns die schwimmenden Inseln von Uros angeguckt. Das sind echt schwimmende Inseln, denn die Leute binden Schilff rund 2m dick zusammen und tadaaa das sind dann die Inseln. Es schwankt auch etwas, wenn man darauf steht, alt wie ein Stueck Holz im Wasser. Das Schilff kann man auch essen- soll viel Flur fuer die Zaehne enthalten...

Dann sind wir 2h zur Isla Taquile gefahren- die Insel der strickenden Maenner. Dort gibt es echt lustige Braeuche, wie zum Beispiel: Die Maenner tragen immer Muetzen und jenach dem wie die Muetze aussieht, zeigt es den Status des Mannes an. Eine knallbunte Muetze gehoert enweder zu einem kleinen Kind oder einem wichtigen Politiker. Eine komplett rote Muetze ist ein verheirater Mann. Eine rote Muetze mit weissen Zipfel ist ein Single, wenn er sie Bommel auf der linken Seite liegen hat, dann will er keine Freundin oder ist unter 18Jahren, wenn er sie auf der rechten Seite haengen hat, dann sucht er eine Frau. (Ich sach mal so, die duerfen auf ner Party kein Wind haben, sonst geht doch alles schief!!!!!)

Naja die Frauen haben halt ihrem Status entsprechend, verschiedene Klamotten. (Verheirate Frauen tragen schwarz- dazu erspar ich mir an dieser Stelle den Kommentar :P) Wenn sich eine Singlefrau einen Typ ausgeguckt hat, macht sie einen Test mit ihm: Sie schuettet Wasser in seine Muetze und wenn es durchlaeuft, dann ist das wahrscheinlich kein guter Ehemann. Was ein Test!!!! Und in Taquile gibt es eine 2jaehrige Ehe auf Probe, in der das Paar wie in der Ehe zusammen wohnt. Wenn es klappt, dann wird geheiratet und wenn nicht, kommt der naechste zum Zug. Es gibt echt viel solcher Braeuche... Ihr muesst nur warten, bis ich sie euch persoenlich erzaehlen kann :P

Die Rueckfahrt hab ich dann auf der Bustoillette verbracht, die zwischenzeitlich verrigelt war, so dass ich den Busfahrer brauchte, der mich wieder befreite... trotzdem bin ich gleich wieder in dem dunklen Loch verschwunden. Puno soll ja auch nicht gut fuer den Magen sein- erzaehlen alle in Cuzco.

Las salinas, moray, der markt von chinchero

las salinas, moray, chinchero

Also auf dem Rueckweg von Aguas Calientes sind wir erstmal wieder mit dem Zug nach Ollantaytambo gefahren und dann in ein Collektivo (das Erlebnis schlechthin!) gestiegen und mit den Einheimischen nach Urubamba. Von dort mit dem Taxi zu den Salinas. Das sind tausende Salzterassen, die durch einen wirklich winzigen heissen und salzigen Bach gespeist werden. Es dauert einen Monat um aus einer Terasse zwei Saecke voll Salz zu machen, die dann fuer einen Spottpreis (20 Soles!) verkauft werden.

Dann sind wir weiter mit demTaxi zu Moray. Es sieht aus wie ein altes Amphietheater, aber es war eine Spielwiese der LAndwirtschaft fuer die Inkas. Auf den unterschiedlichen Stufen haben sie Mikroklimas geschaffen und konnten so auch in der Hoehe Pflanzen anbauen, die sonst hier nicht wachsen. Kluge Inkas!!!!

Als naechstes sind wir nach Chinchero gefahren. Dort gab es den traditionellen Sonntagmarkt, wir uns von Farben udn Geruechen einlullen liessen und dann doch etwas kauften ;) Als Abschluss haben wir dann noch die Kirche besucht. Chinchero war zu Inka Zeiten das Landwirtschaftszentren, weil dort Kartoffeln angebaut wurden.